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Fahrzeugbezeichnung Mehrzweckboot
Kurzbezeichnung MZB
Funkrufname Florian Dießen 99/1
Hersteller
Josef Reich GmbH / Wagenhäuser
Motor Steyr M1 Diesel
Leistung 156 kW / 212 PS
Geschwindigkeit ca. 65 km/h
Gewicht (fahrfertig) 1,5 Tonnen
Abmessungen (LxB in Meter) 7,50 x 2,35
Tiefgang (in Meter) 0,90
Verdrängung
3,0 Tonnen
Baujahr
1995
Besatzung max. 10 Personen
Einsatzzweck - Personenrettung
- Technische Hilfeleistung
- Brandbekämpfung

Die stetig steigenden Anforderungen im Bereich von Umwelt- und Brandschutz konnten aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten unseres Arbeitsbootes nicht mehr erfüllt werden. Der Landkreis Landsberg beschloss deshalb auf Initiative der Marktgemeinde Dießen die Anschaffung eines Mehrzweckbootes für den Ammersee. Die Stationierung erfolgte aufgrund der langjährigen Erfahrung und Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Dießen. Nach Vorführung verschiedener Hersteller fiel die Entscheidung auf das Boot der Fa. Reich. Das neue Mehrzweckboot konnte nach der Präsentation auf der Bootsmesse in Friedrichshafen am 23. Oktober 1995 in Dienst gestellt werden. Die Fernsehmoderatorin Carolin Reiber taufte am Pfingstsonntag 1996 das Boot auf den Namen „GRAF RASSO“.

Das neue Mehrzweckboot vereinigt modernste Technik und langjährige Erfahrung im Bootsbau. Der V-Rumpf ist die optimale Lösung für Boote mit Bugklappe in dieser Größe. Das spezielle Unterwasserschiff verleiht dem Boot gute Rauwassereigenschaften und hohe Kurs- und Seitenstabilität. Ein selbstlenzender Innenraum entsteht durch den hoch angesetzten Zwischenboden. Das heißt, das eingedrungene Wasser läuft selbständig ab, ohne dass eine Pumpe eingeschaltet werden muss. Die Plicht (Innenraum) ist so gestaltet, dass bei jeder Fahrsituation, auch bei stehendem Boot, die automatische Lenzung erhalten bleibt. Durch die Aufteilung des Zwischenbodens entstehen drei getrennte Luftkammern, sodass selbst bei Beschädigung aller Luftkammern nach Schließen der Lenzklappen das Sinken des Bootes verhindert werden kann. Die Luftkammern besitzen ein Auftriebsvolumen von mehr als dem doppelten Bootsgewicht. Deshalb bleibt das Boot auch im vollgeschlagenen Zustand schwimmfähig.

Die elektrohydraulische Bugklappe kann per Knopfdruck vom Steuerstand aus bedient werden. Diese Klappe erleichtert nicht nur die Rettung im Wasser treibender Personen, sondern auch die Aufnahme von schweren Gegenständen (zum Beispiel Ölsperren, Tragkraftspritzen, Stromerzeugern und Vielem mehr). Die seitlich angebrachten Winschen, die Lasten bis zu 1,5 Tonnen ziehen können, ermöglichen die Bergung von größeren Booten und Gegenständen.

Im Steuerstand befinden ein 4m- und 2m-Funkgerät zur Kontaktaufnahme mit Wasserwacht und Wasserschutzpolizei. Ein Radar und GPS-System vervollständigen die Instrumentierung des Steuerstandes. Diese Geräte erleichtern das Manövrieren, da vor allem nachts Hindernisse oder andere Boote frühzeitig erkannt werden. Die Kopplung von Radar und GPS ermöglicht das schnelle und punktgenaue Ansteuern von markanten Steganlagen und Positionen im See.

Das erstmals bei diesem Bootstyp verwendete Dach ist Wetter- und Sonnenschutz für die Besatzung, aber auch Geräteträger für sämtliche Beleuchtungseinrichtungen und Antennen an Bord. Die Umfeldbeleuchtung, bestehend aus vier Scheinwerfern, erleichtert das Manövrieren und Arbeiten bei Dunkelheit. Bei Bedarf können ein Stromerzeuger und Flutlichtstrahler an Bord genommen werden.

Der umweltfreundliche Dieselmotor erfüllt nicht nur die Abgasvorschriften für Schiffsmotoren, sondern unterschreitet auch die Grenzwerte erheblich. Ein elektronisch gesteuertes Motor-Management-System schützt die Maschine vor Überbeanspruchung. Aus Sicherheitsgründen kann bei reduzierter Leistung die Motorsteuerung auch mechanisch erfolgen.
Die gegenläufigen Doppelpropeller, die von einer Koaxialwelle angetrieben werden, heben die Querkräfte auf, die bei Einzelpropellerantrieb auftreten. Die Energie wird ausschließlich darauf ausgerichtet, das Boot vorwärts zu treiben und nicht seitwärts. Das Boot erhält dadurch mehr Vorwärtsschub und eine höhere Geschwindigkeit; ebenso erhöht sich die Richtungsstabilität und Manöverpräzision.
Die Anschaffungskosten in Höhe von rund 150.000 D-Mark verteilten sich auf den Freistaat Bayern mit 66 Prozent und den Landkreis Landsberg mit 20 Prozent. Der Restbetrag von rund 20.000 D-Mark wurde von der Vereinskasse der Freiwilligen Feuerwehr Diessen getragen.

Steuerstand:
6 kg ABC-Pulverlöscher, 2kg CO²-Löscher, Feuerwehrbeil, Gurtmesser, Fernglas, Taschenlampe

Innenraum:
4 Stechpaddel, Bootshaken, 4 Fender, Rettungsring mit 20m Leine, 4 Festmacher 10m, 3 Festmacher 5 m, Schleppleine 40m, 2 Schleppleine 15m, Danforth-Anker 12 kg mit 5 m Kette und 30 m Leine, Klappdraggen-Anker 6 kg mit 5 m Kette und 30 m Leine, 2 Winschkurbeln, Überlebensanzug

Stauräume Steuerbord:
Strahlrohr B, Stützkrümmer, Saugschlauch A 500, Saugschlauch B 500, Druckschlauch B 5, 2 Kupplungsschlüssel ABC, Monitorhalterung Strahlrohr B, Stativ 2m, Wathose, Werkzeugkasten mit Schäkel und Blöcke, Ösfaß, Eimer

Stauraum Steuerbord achtern:
Bootsbatterie, Bilgenwasserbehälter

Stauräume Backbord:
Krankentrage, Tragetuch, 2 Wolldecken, 3 Ersatzkleidung, Megaphon, Handleuchte, Arbeitsleine, Erste-Hilfe-Kasten, Beatmungsbeutel mit Masken, Sauerstoffflasche 5l, Absaugpumpe

Stauraum Backbord achtern:
4 Automatik-Rettungswesten, 2 Schwimmwesten, Werkzeugkasten, 2 Zurrgurte

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