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Die auf den Tischen im Saal des Gasthofs Unterbräu ausgelegten Tagesordnungen ließen erkennen, welch besonderes Jahr vor der Feuerwehr Dießen liegt. In der 149. Generalversammlung war die in 2018 anstehende 150-Jahrfeier ein großes Thema. Aber nicht nur der runde Geburtstag, der seine Schatten vorauswirft, hält die Mitglieder und Aktiven der zweitgrößten Feuerwehr im Landkreis auf Trab. Einsatztechnisch sind die Ehrenamtlichen auch im vergangenen Jahr wieder enorm gefordert gewesen. Das ging aus dem Bericht von Kommandant Florian König hervor.

"Zwei Jahre hintereinander mit über 200 Alarmen - das hatten wir bislang fast nie", blickte der Dießener Feuerwehrchef auf das vergangene Kalenderjahr zurück. 230 Einsätze wurden in 2016 abgearbeitet - im Jahr davor waren es mit 235 noch ein paar mehr. Das Spektrum hatte nahezu alles zu bieten - von schweren Bränden bis hin zu schweren Unfällen und Unwettern war nahezu alles geboten. Von den 23 Bränden blieb vor allem ein Großfeuer im Mai in Machtlfing (Landkreis Starnberg) in Erinnerung. Dorthin wurden die Dießener mit der Drehleiter alarmiert. "Wir mussten unsere eigene Wasserversorgung herstellen und aus einem offenen Gewässer ansaugen - das hatten wir schon seit Jahrzehnten nicht mehr", so Florian König. Über mehrere Wochen zog sich im Juli ein Ölschaden im Mühlbach, da immer wieder Termine mit Behörden wie dem Wasserwirtschaftsamt anstanden. Besonders schlimm waren die Erlebnisse am 4. November. Damals kollidierte ein mit zwei Insassen besetzter Pkw am Bahnübergang am südlichen Ortseingang mit einem Regionalzug. Beide Personen wurden getötet. Insgesamt achtmal wurde die Feuerwehr Dießen im vergangenen Jahr mit dem Stichwort "Schwerer Verkehrsunfall - Person eingeklemmt" alarmiert - ein trauriger Höchstwert der vergangenen Jahre. Aber: Oft melden sich die Verunglückten oder ihre Hinterbliebenen bei der Rettungsorganisation und bedanken sich für den Einsatz. "Das ist ein Zeichen dafür, dass wir gute Arbeit leisten", so der Kommandant. Reichlich Arbeit bescherten Unwetter den Feuerwehrleuten. 46-mal musste man nach Starkregenereignissen oder Stürmen ausrücken. "Der anstrengendste Unwettertag war der 25. Juli. Neben den zahlreichen Einsätzen im Ort, bei denen uns die Ortsteile ebenfalls unterstützten, wurden wir noch mit der Drehleiter zu je einem normalen Feuerwehreinsatz nach Herrsching und Schondorf alarmiert", berichtete der Kommandant. Hochwasserhilfe wurde in 2016 auch in Rott und im Katastrophenort Polling (Landkreis Weilheim-Schongau) geleistet. Erfreulich war hingegen der Rückgang der Fehlalarme auf 16 (in 2015 waren es noch 38). In den 230 Einsätzen wurden insgesamt 2464 Stunden geleistet. Hinzukommen Arbeitsdienste und Gerätewarttätigkeiten (4256 Stunden) und Übungs- und Ausbildungsstunden (4983). Macht unterm Strich 11703 Stunden, die die Aktiven der Feuerwehr Dießen im vergangenen Jahr im Dienst der Allgemeinheit geleistet haben.

Unser Foto zeigt (von links): Vorsitzender Anton Eberl (geehrt mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst), Fritz Papesch (50 Jahre Mitglied), Rüdiger Steffek (Löschmeister), Marco Rauch (20 Jahre Mitgliedschaft), Georg Haslauer und Niklas Seitz (Oberfeuerwehrmann) und Kommandant Florian König. Foto: Herbert Bukoll

Allerdings werden die Ehrenamtlichen in Zukunft entlastet. Wie berichtet, wird der Markt Dießen einen hauptamtlichen Gerätewart einstellen. Kommandant Florian König und Zweiter Bürgermeister Peter Fastl bezeichneten das als "Meilenstein". "Wir haben uns bei den Haushaltsberatungen intensiv mit der Feuerwehr beschäftigt und wir hatten sehr gute Gespräche", blickte der Zweite Bürgermeister auf die Vorplanungen zu diesem Schritt zurücl. "Wir haben sehr ernst genommen, was die Feuerwehrleistet. Ihr seid Tag und Nacht da und der hauptamtliche Gerätewart entlastet euch." Denn die Aufgaben der Dießener Feuerwehrleute werden mehr. Mit der Stationierung weiterer Abrollbehälter im Rahmen des Wechselladerkonzeptes des Landkreises Landsberg ist in der Fritz-Winter-Straße eine weitere Fahrzeughalle errichtet worden. Dort sind zwei der drei Abrollbehälter stationiert. Zwei weitere sollen demnächst in Dießen stationiert werden, wie erklärt wurde. Über das Wechselladerkonzept und andere Themen wie das geplante Feuerwehrzentrum in Pürgen informierte Kreisbrandrat Johann Koller. Er zeichnete außerdem Anton Eberl für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Freistaats Bayern in Gold aus. Eberl selbst leitet seit mittlerweile 2006 den Feuerwehrverein, der im öffentlichen Leben der Marktgemeinde fester Bestandteil ist.

In 2016 standen wieder einige Aktionen an. Neben der Teilnahme an kirchlichen Festen wie Patrozinium in Maria Himmelfahrt, Bischofsbesuch in St. Georgen oder Fronleichnamsprozession gab es wieder den Brotzeitstand an der Bootshütte beim Töpfermarkt. Besucher aus der tschechischen Partnergemeinde Lomnice wurden empfangen und man selbst war bei der Patenfeuerwehr in Nals (Südtirol), um die 40-jährigen Partnerschaft zu feiern. Ins Wasser fiel die Fahrzeugsegnung in St. Georgen: Während des Gottesdienstes wurde man zu mehreren Hochwassereinsätzen gerufen, wie Anton Eberl zurückblickte. Aber auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit war man sehr aktiv. Neben einem Infostand am Marktsonntag beteiligte man sich am Kinderferienprogramm der Ammerseegemeinden und bespaßte im Sommer mehr als 30 Kinder und weitere Besucher. Wie es um die Zukunft der Feuerwehr bestellt ist, darüber referierte Jugendwart Rainer Eckl. Er berichtete über die vielfältigen Tätigkeiten der 17-köpfigen Jugendgruppe. Nach einer langen Dienstzeit verabschiedet wurden hingegen Hans Rieß sen. und Andreas Feistl. Sie wurden aufgrund Erreichen der Altersgrenze (63 Jahre) aus dem aktiven Dienst verabschiedet und erhielten als Erinnerungsstücke ihre Feuerwehrhelme. Aber: Demnächst wird die Grenze vom Freistaat auf 65 Jahre angehoben, dann können die beiden wieder in den Dienst treten.

Weitaus älter ist die Feuerwehr selbst. 2018 steht die 150-Jahrfeier an und das wird groß gefeiert, wie Vorstandsvorsitzender Anton Eberl erläuterte. "Wir haben für das Fest zwei Ausschüsse gebildet. Für die Chronik und den Festablauf. Die Chronik baut auf der alten von der 125-Jahrfeier auf und wird fortgeschrieben. Es wird diesmal ein richtiges Buch." Das Fest selbst wird an zwei Wochenenden im Juli stattfinden. Am Samstag, 21. Juli, findet von 11 bis 16 Uhr in den kompletten Seeanlagen ein Aktionstag statt. Zeitgleich findet für die Jugendfeuerwehren des Landkreises die Abhnahme der Bayerischen Jugendspange statt. Denn auch die Dießener Jugendgruppe feiert ihr 35-jähriges Bestehen. Weiter gehen die Feierlichkeiten am Samstag, 28. Juli, mit Toteneherung am Mausoleum und anschließendem Festabend. Am Sonntag gibt es einen Kirchenzug vom Gerätehaus zum Marienmünster und anschließendem Mittagessen im Traidtcasten.

Zahlen und Fakten:

Die Feuerwehr Dießen hat aktuell 52 Aktive, 17 Jugendfeuerwehrleute in Ausbildung sowie 205 fördernde Mitglieder, 13 passive und vier Ehrenmitglieder. Ehrungen: Anton Eberl wurde mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt), Fritz Papesch (50 Jahre Mitglied), Rüdiger Steffek (Beförderung zum Löschmeister), Marco Rauch (20 Jahre Mitgliedschaft), Georg Haslauer und Niklas Seitz (Beförderung zum Oberfeuerwehrmann).

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